„Strohberta“ hat in Trebgast einen 17-Stunden-Tag
20.12.2024

Am Heiligen Abend ist es in Trebgast wieder soweit: Die „Strohberta“ ist unterwegs. Der Brauch ist wohl bereits in der Zeit entstanden, als Neujahr noch mit dem Weihnachtsfest zusammenfiel. Obwohl immer mal wieder das Personal wechselt, ist es für die Gruppe gewissermaßen schon „Business as usual“. Die drei Neuen, die dieses Jahr zum ersten Mal dabei sein werden, sind darauf vorbereitet, dass sie sich auf einen langen, teilweise auch anstrengenden Tag einstellen müssen.
Aber der Reihe nach: Früh um 5.30 Uhr beginnt ihr „Arbeitstag“. Nach einer Gulaschsuppe als Muntermacher und Stärkung werden die Kostüme und Masken sortiert. Mindestens acht Helfer sind dann mindestens drei Stunden damit beschäftigt, die Hauptfigur mit den vorbereiteten Büscheln aus Erbsenstroh einzubinden. Während dieser Zeit muss die „Berta“ regungslos mitten im Raum stehen. Gegen 10 Uhr ist es dann soweit: Mit lautem Getöse – „Struuhberta, Christkindla, Schlootfeecher“ – startet der Tross Richtung Oberes Dorf. Erste Anlaufstation ist der Biergarten der örtlichen Brauerei. Dort wird die Gruppe erfahrungsgemäß schon von vielen erwartet, die direkt an der Quelle schon mal mit dem eigens wieder eingebrauten „Strohberta-Bier“ vorglühen. Wer dort wohnt, wo die Jungs nicht hinkommen, der kann sich gegen 12 Uhr am Marktplatz einfinden. Über die Lindauer Straße – mit einem Abstecher zum Reuthweg und in die Gartenstraße – geht es bis zum Ortsende. Dann erfolgt der Wechsel über die Sportanlagen zum Sommeracker. „Am Bühl“ gibt es gegen 17 Uhr eine Brotzeit, bevor der letzte Abschnitt in Angriff genommen wird.
„Strohbertas“ Tag beginnt um 5.30 Uhr
Acht der zehn unverheirateten, jungen Männer, die den ganzen Tag lärmend und schreiend durch den Ort laufen, tragen dabei eine Maske. Nur der Schlotfeger und das Christkind machen eine Ausnahme. Die meiste Kondition wird von der „Berta“ gefordert. Sie ist von unten bis oben mit Strohschnüren eingebunden und kann nur durch einen kleinen Schlitz in ihrer Kopfbedeckung herausschauen. Deshalb wird sie auch vom „Treiber“ geführt.Aber der Reihe nach: Früh um 5.30 Uhr beginnt ihr „Arbeitstag“. Nach einer Gulaschsuppe als Muntermacher und Stärkung werden die Kostüme und Masken sortiert. Mindestens acht Helfer sind dann mindestens drei Stunden damit beschäftigt, die Hauptfigur mit den vorbereiteten Büscheln aus Erbsenstroh einzubinden. Während dieser Zeit muss die „Berta“ regungslos mitten im Raum stehen. Gegen 10 Uhr ist es dann soweit: Mit lautem Getöse – „Struuhberta, Christkindla, Schlootfeecher“ – startet der Tross Richtung Oberes Dorf. Erste Anlaufstation ist der Biergarten der örtlichen Brauerei. Dort wird die Gruppe erfahrungsgemäß schon von vielen erwartet, die direkt an der Quelle schon mal mit dem eigens wieder eingebrauten „Strohberta-Bier“ vorglühen. Wer dort wohnt, wo die Jungs nicht hinkommen, der kann sich gegen 12 Uhr am Marktplatz einfinden. Über die Lindauer Straße – mit einem Abstecher zum Reuthweg und in die Gartenstraße – geht es bis zum Ortsende. Dann erfolgt der Wechsel über die Sportanlagen zum Sommeracker. „Am Bühl“ gibt es gegen 17 Uhr eine Brotzeit, bevor der letzte Abschnitt in Angriff genommen wird.
Spenden für einen guten Zweck
Durch die „Flur“ geht es entlang der Berliner Straße zum Ausgangspunkt. Um etwa 22 Uhr beginnt dann auch für die Jungs der Weihnachtsabend. Trotz ihrer teilweise furchterregenden Verkleidung und ihres Krawalls ist die Gruppe überall willkommen. Die dabei erhaltenen Spenden werden anschließend wieder für einen wohltätigen Zweck verwendet. Vorschläge dazu, wo diese Hilfe sinnvoll ist, nimmt die „Strohberta“ gerne entgegen. Auch ausgediente grüne Polizei- oder Grenzschutzuniformen, die noch in Kleiderschränken oder Dachböden aufbewahrt werden, werden zur Ergänzung ihrer Ausstattung zu einem fairen Preis übernommen.Bayrische Rundschau | Dieter Hübner

